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Es gibt wahre Begebenheiten. Und es gibt true stories. Mit Authentizität hat das beides nichts zu tun. Nicht, daß Hank Chinasky etwas gegen Authentizität hätte! Nein, er liebt sie. Er packt sie am Schlafittchen, schüttelt sie durch, bis sie keine Gegenwehr mehr zeigt, und wirft sie sich wie eine Bola um den Hals. Und dann zieht er sich die Flitter-Pumps an und stakst mit seinen haarigen Beinen und seinem fetten Arsch durch die Wohnung, singt schmutzige Lieder und gestikuliert so überzeugend, daß die Staubflocken unter den Schränken zu applaudieren beginnen.

Authentizität - das ist ein schönes Wort, es riecht nach Marmorfußböden und Chauffeur, nach Großraumbüro und Pressesprecher, nach frisch gereinigtem Pissior und französischen Kindermädchen. Ihr wißt schon, jene mit dem Schleifchen am Hinterteil, wo man dran ziehen möchte, um die Verpackung  - nein, nicht aufzureissen. Danach riecht Authentizität also, man muß sie sich leisten können, man muß einen freien Kopf dafür haben, am besten einen leeren. Es ist hinderlich, wenn man an die nächste Miete denkt oder daran, wie man ohne einen tüchtigen Schluck überhaupt einschlafen soll heute Nacht. Dann kann man mit Authentizität nichts anfangen, denn sie ist was für Schnösel und solche, denen ihr Leben nicht kompliziert genug ist.

Also keine authentischen Berichte, sondern eine ehrliche Geschichte. A true story

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